Blutegel

Das Wort Egel stammt aus dem griech. und bedeutet kleine Schlange, hat also nichts mit Ekel gemein. Diese kleinen - und durchaus hübschen Tierchen – wurden schon vor dreitausendfünfhundert Jahren therapeutisch eingesetzt. Dennoch ist die genaue Wirkungsweise der Blutegel noch immer nicht ganz erforscht.

 

Über ihren Speichel geben die Blutegel verschiedene Substanzen ab, die sich positiv auf den Organismus ihres „Opfers“ auswirken. Der bekannteste Wirkstoff ist das Hirudin. Es fördert die Blutzirkulation und sorgt so für eine bessere Durchblutung, Schlackenstoffe werden leichter abgebaut. Diverse andere Stoffe wirken immunisierend, entzündungs-hemmend, schmerzstillend und fördern den Lymphstrom. Hat ein Egel angebissen, saugt er zwischen 20 Minuten und 2 Stunden. Hierbei saugt er, je nach Größe, zwischen 20 u. 30 ml Blut. Die gleiche Menge etwa fließt beim Nachbluten ab. Infolge der zieharmonikaartig gefalteten Haut, ist der Egel in der Lage, dass sechs- bis zehnfache seines Körpervolum ens aufzunehmen.

Noch während die Egel saugen, zeigt sich am „Opfertier“ eine deutliche Schmerzlinderung.

 

Zur Anwendung kommen die Blutegel vor allem bei der Hufrehe, Arthrose, Spat, Schale und Sehnenentzündungen beim Pferd.

Beim Hund findet diese Therapie ihre Anwendung u.a. bei der Arthrose, Hüftgelenksdysplasie, Spondyloseschmerz und akute Diskopathie.

Sehr gute Erfahrung habe ich auch mit der Blutegelbehandlung nach einer Borrelioseinfektion gemacht. Der Allgemeinzustand der infizierten Tiere besserte sich deutlich nach der Behandlung mit Blutegeln.

 

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